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Projekte | 28.11.2014

Geschichte des Kantons Nidwalden

«Im Moment gibt’s für mich kein schöneres Geräusch als das Sirren der Druckmaschine!», bemerkte Projektleiter Peter Steiner beim «Augenschein» in der Druckerei sichtlich erleichtert. Denn das Organisieren, Redigieren und Illustrieren der 54 Beiträge von 24 unterschiedlichen Autorinnen und Autoren war eine mehrjährige Gedulds- und Herkulesarbeit. Jetzt aber konnte das Werk termingerecht der Druckerei für die Produktion übergeben werden. Während der Kanton die Finanzierung der Erarbeitung des Stoffes und der grafischen Aufbereitung aus Mitteln des Lotteriefonds übernahm, verbleiben Druck und Vertrieb des Buches in den Händen des Historischen Vereins. Der Verein hat damit in den 150 Jahren seines Bestehens reiche Erfahrungen gesammelt und besitzt mit seinen Mitgliedern auch eine treue Abnehmerschaft. «Die Kantonsgeschichte im 150. Vereinsjahr verlegen zu dürfen, ist uns eine grosse Freude», bemerkte denn auch Präsident Hansjakob Achermann beim Begrüssen der Gäste.

Die Geschichte des «Volkes von Unterwalden ob und nid dem Wald» wurde letztmals von Joseph Businger in den Jahren 1827/28 systematisch erzählt. Es wurde also höchste Zeit für eine aktuelle Darstellung der Geschichte der Menschen in Nidwalden, sind doch seither viele neue Erkenntnisse gewonnen worden und fast 200 Jahre ereignisreiche Jahre Zeitgeschichte dazugekommen. Die ähnlich einem «Lesebuch» aufgemachte Geschichte gliedert sich in fünf Zeiträume. Band 1 rapportiert die ersten Spuren der Menschen in der Jungsteinzeit, also vor ca. 6000 Jahren, beschreibt dann die römische und die frühchristliche Zeit und schlägt den Bogen über das Spätmittelalter in die Frühe Neuzeit. Band 2 ist ganz der Neuzeit ab 1850 gewidmet und erzählt die Geschichte in ihrer Vielfalt an politisch-staatlichen, sozialen und kulturellen Facetten bis zum gegenwärtigen Jahr 2014. Trotz wissenschaftlichem Anspruch an die Darstellung sind die Beiträge leicht lesbar gehalten und mit der Ergänzung durch zahlreiche Illustrationen angenehm zu geniessen. Grafiker Jonas Riedle erläuterte nicht nur seine Gestaltungsidee, sondern auch den Wandel im Berufsbild vom einstigen Setzer mit Bleitypen zum heutigen Einsatz hochkomplexer Computerprogramme. Dass nach dem eindrücklichen Rundgang durch die Druckerei ein reichhaltiger Apéro bereit stand, war eine tolle Überraschung seitens der Geschäftsleitung der Druckerei Odermatt. Der HVN bedankt sich für die Gastfreundschaft allerherzlichst! Das zweibändige Werk wird am 12. Dezember um 17.30 Uhr im Theatersaal des Kollegiums St. Fidelis in Stans der Öffentlichkeit präsentiert und ist ab diesem Zeitpunkt entweder beim Historischen Verein Nidwalden (www.hvn.ch) oder in jeder Buchhandlung für 90 Franken erhältlich.

Pressedienst

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