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Projekte | 19.12.2014

200 Jahre Engelberg bei Obwalden

Die Einwohnergemeinde Engelberg -feiert 2015 ihre 200-jährige Zugehörigkeit zum Kanton Obwalden. Den Auftakt dazu bildete die Vernissage einer Festschrift, welche die Gemeinde in Auftrag gegeben hat. 21 Autorinnen und Autoren aus der Region haben an diesem Buch mitgearbeitet. Die Festschrift ist ab sofort im Buchhandel, in der Druckerei Odermatt (Online-Büchershop) und unter www.engelbergbeiobwalden.ch erhältlich.

 

Eindrucksvoller Überblick über die letzten 200 Jahre 

Die neue Festschrift soll einerseits das Verhältnis Engelbergs zum Kanton Obwalden beleuchten und andererseits anhand repräsentativer Fallgeschichten den Wandel der Gemeinde Engelberg nachzeichnen. Das Projekt stand unter der Leitung von Dr. Nicolas Disch, der die Autorinnen und Autoren sowie die Redaktion und die Druckerei Odermatt in Dallenwil für die gute Zusammenarbeit lobte. In der Buchlaudatio erläuterte der Präsident des Historischen Vereins Obwalden, Victor Bieri, dass das neue Werk sehr sorgfältig und anregend gestaltet wurde und viel Freude bereiten wird. Ida Knobel aus Nidwalden und Josef Hess aus Obwalden unterhielten das Publikum mit gekonnt vorgetragenen, witzigen Versen.

 

Engelberg –  eine Exklave nach dem Wiener Kongress

Der Anschluss Engelbergs an den Kanton Obwalden geht auf den Wiener Kongress von 1815 zurück. Damit die Schweiz die immerwährende Neutralität an diesem Kongress erlangen konnte, waren keine Kleinstaaten innerhalb der Eidgenossenschaft mehr tolerierbar. Unter diese Bestimmung fiel auch der «Miniaturstaat» Engelberg, der sich nach einem missglückten Anschlussversuch an den Kanton Nidwalden endgültig dem Stand Obwalden anschloss. Engelberg grenzt nicht an seinen Stammkanton.

 

Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr

Gemäss Martin Odermatt finden über das ganze nächste Jahr Veranstaltungen zum Jubiläum statt, wie verschiedene Vorträge im Herrenhaus Grafenort, eine Rückschau im März mit Film und Tondokumenten, einige Konzerte und die Aufführung der «Engelberger Talhochzeit» sowie die Dreiecksgeschichte «Engelberg-Obwalden-Nidwalden» in verschiedenen Museen in Ob- und Nidwalden. Die Schuljugend wird im Mai zudem im Hungerbodenwald zusammen mit dem Forstpersonal Bäume pflanzen. Das Programm für das ganze Jubiläumsjahr ist auch auf der Webseite ersichtlich.

Paul Vonarburg

 
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